Mit dem Camper durch die USA: Tipps zur Rundreise

Wer das Land der unbegrenzten Möglichkeiten möglichst flexibel entdecken möchte, bekommt mit einer Rundreise die passende Variante für individuelle Entdeckung geboten. Freiheit und Unabhängigkeit spielen dabei übergeordnete Rollen, weshalb hier das richtige Gefährt gefragt ist.

Ein Camper ist die optimale Wahl für alle, die die USA auf einer Rundreise erobern wollen. Die Fahrt mit einem Camper bietet viele Vorteile, die ein Urlaub an nur einem Standort gar nicht zu bieten vermag.

Die Flexibilität, an kein Hotel oder Feriendomizil gebunden zu sein, macht es möglich, viele verschiedene Bundesstaaten und die vielen Facetten der USA kennenzulernen.

USA-Rundreise mit dem Wohnmobil
Eine USA-Rundreise mit dem Wohnmobil sorgt für ein Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit.

Mit dem Wohnmobil durch die USA: Was muss beim Mieten beachtet werden?

Die meisten Vermieter von Wohnmobilen haben erst gegen Mittag geöffnet. Das heißt, dass sich die Urlauber nach dem Flug erst mal eine kleine Auszeit in einem Hotel gönnen können oder wahlweise die Stadt erkunden, bevor der Camper abgeholt werden kann.

Vorteile sind, dass dadurch erste Eindrücke von der Sprache, Kultur und dem Land gewonnen werden und der durch den Flug bedingte Jetlag abgeschüttelt wird.

Damit die Kundschaft problemlos zum Verleih gelangt, bieten viele Vermieter einen Shuttlebus, der die Wohnmobilmieter vom Hotel abholt. Damit das Fahren mit dem Camper durch die USA auch abgesichert ist, ist es nötig, eine Haftpflichtversicherung und weitere Versicherungen abzuschließen.

Die Ausstattung in einem Wohnmobil

Jedes Wohnmobil ist natürlich anders aufgebaut. Wie Hotelzimmer unterscheiden sich diese fahrenden Feriendomizile auf Zeit. Die Bandbreite reicht von einem großen Wohnmobil mit vielen Extras und luxuriösen Gegebenheiten bis hin zu einem kleinen Camper mit dem Nötigsten an Ausstattung.

Ob Fernseher, Campingtisch und Matratze reichen oder doch lieber auf ein geräumigeres Bad und mehr Platz gesetzt wird, kann individuell entschieden werden. Die Größe ist auch immer von der Personenzahl abhängig. Gruppen benötigen einen US-Camper, der Schlafplätze für mehrere Personen bietet.

Normalerweise befinden sich die Schlafgelegenheiten im hinteren Fahrzeugbereich, oberhalb des Führerhauses oder in der Mitte des Wohnmobils, wo der Tisch zum Bett umfunktioniert werden kann. Ferner wird eine Kochecke mit Mikrowelle, Backofen, Herd, Spülbecken und Kühlschrank für alle Bedürfnisse bereitgestellt.

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Ein Wohnmobil für einen ausgiebigen Trip durch die USA beinhaltet jedoch noch wesentlich mehr Komfort, so kommen natürlich auch die hygienischen Standards mit Badezimmer, Dusche und Toilette nicht zu kurz.

camper-rundreise
Zu Bedenken bei der Rundreise: Steigungen und Täler sind auch in den verschiedenen Bundesstaaten vorhanden.

Worauf sollte beim Fahren mit dem Camper geachtet werden?

Die Straßen in der USA sind sehr wohnmobilfreundlich. Sie sind breit und meist in einem guten Zustand, ebenso wie die Parkplätze, die zum Verweilen einladen. Was jedoch bei der Fahrt mit einem Wohnmobil zu beachten ist, ist die Höhe des Campers. Je nachdem, welche Ausstattung montiert ist, kann das Wohnmobil schnell eine Höhe jenseits der 3,5 Meter erreichen.

Dies kann zum Beispiel durch Klimaanlagen geschehen und bei Bäumen und Brücken hinderlich sein. Weitere Faktoren sind Länge und Achsenüberhang. Wenn das Mobil gewendet werden soll, muss der Fahrer immer die Länge des Wohnmobils im Hinterkopf behalten. Auch der Benzinverbrauch verhält sich anders als beim Pkw, denn er ist wesentlich höher.

Hierbei werden circa 30 Liter Benzin auf 100 Kilometern verbraucht. In der Stadt oder an steilen Hängen kann dieser Wert jedoch noch steigen. Die meisten Camper haben extra für diesen Zweck einen großen 500-Liter-Tank. Zum Thema steile Hänge gilt es außerdem zu wissen, dass diese für Camper gesperrt sein können.

Das ist der Tatsache geschuldet, dass die Bremsen und der Motor beim Rauf- und Runterfahren zu heiß werden, kaputt gehen oder, noch schlimmer, nicht mehr funktionieren könnten.

Campingplätze sind in den USA in großer Vielfalt vorhanden. Unter freiem Himmel lässt sich die Rundreise jeden Abend sehr gut ausklingen.

Campingplätze in den USA
Campingplätze sind in den USA in großer Vielfalt vorhanden. Unter freiem Himmel lässt sich die Rundreise jeden Abend sehr gut ausklingen.

Wo sind die besten Campingplätze zu finden?

Campingplätze gibt es in den USA in großer Anzahl. Es kommt natürlich maßgeblich auf die individuelle USA-Route an, denn davon ist jeder Halt abhängig. An der Westküste der Vereinigten Staaten stehen Campern sehr viele Campingplätze zur Verfügung. Diese besitzen Anschlüsse für Frischwasser, Abwasser und Strom.

Aber nicht nur die Versorgung, sondern auch die Aussicht und das Rundherum – sprich die Nachbarschaft – müssen stimmen. Dies wissen auch die Betreiber und haben sehr viele Stellplätze direkt an einem schönen Aussichtspunkt mit Grillstelle und Bänken gebaut.

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An solchen Orten kann das Abenteuer noch mehr genossen werden, denn die Natur in den USA ist einmalig und hat von der trockenen Wüste über Berge und Täler bis hin zu beeindruckenden, tiefblauen Seen für jeden Geschmack viel zu bieten.

Die Campingplätze in Amerika unterscheiden sich in staatliche und private Übernachtungsstellen. Die privaten Campingplätze sind besser strukturiert und bieten mehr Komfort, wie festinstallierte Toiletten, Duschen oder einen Pool. Diese kosten dementsprechend mehr als die staatlichen Plätze.

Zwei Personen bezahlen beispielsweise für einen privaten Platz zwischen 20 und 40 Dollar. Bei Plätzen mit Grundversorgung sind es hingegen eher 5 bis 10 Dollar.

Die Abgabe des Wohnmobils

Das Wohnmobil ist immer sorgfältig und gut zu behandeln, denn bei der Abgabe wird das Gefährt auf Macken und Kratzer genauestens geprüft. Aus diesem Grund sollte schon bei der Abholung auf Schäden geachtet werden, um zu belegen, dass diese im Vorfeld vorhanden waren.

Der Stromgenerator sollte vor und nach der Reise begutachtet werden. Dies gilt für die Betriebsstunden sowie für die gefahrenen Meilen. Am besten notieren sich beide Seiten diese Zahlen. Bei der Abgabe müssen dazu die Frisch- und Abwassertanks entleert und der Benzintank aufgefüllt sein. Eine wichtige Überlegung, die schon vor dem Start getroffen werden sollte, ist die Abgabestelle.

Soll der Camper zum Ort zurückgebracht werden, wo er gemietet wurde? Oder ist es möglich, das Gefährt am Ziel der Route abzugeben, wenn es sich um keine Rundreise handelt? Falls Letzteres in Frage kommt, profitieren Urlauber im Regelfall wieder vom Shuttleservice des Vermieters, um für die Rückreise zum Flughafen zu gelangen.


Gastautorin: Lisa Arndt

Lisa war schon in jungen Jahren mit ihren Eltern auf dem amerikanischen Kontinent – seit dem sie alleine reist, ist die Liebe noch gewachsen. Neben den schillernden Städten ist es vor allem die Landschaft, die zum Campen und genießen perfekt ist. 4 Wochen Roadtrip mit Zelt, sollte jeder mal gemacht haben.

Bildquellen

  • Pixabay – 162160-OpenClipart-Vectors (CC0 Creative Commons)
  • Pixabay -1478656-hpgruesen (CC0 Creative Commons)
  • Pixabay – 2788677-jil111 (CC0 Creative Commons)

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