Vom Urlaub an der Westküste zum Auswandern

Foto:pixabay.com© USA Reiseblogger, (CC0 Creative Commons)

Vom Urlaub an der Westküste zum Auswandern

Nicht selten kommt es vor, dass Menschen, die oft in einem Land Urlaub gemacht haben, einen Traum verwirklichen möchten. Nämlich in das Urlaubsland auswandern. Doch hier sollte man auf keinen Fall blauäugig an die Sache herangehen, sondern diesen Schritt genau planen. Vor allem dann, wenn auch noch Kinder mit im Spiel sind. Denn spielen die nicht mit, kann der Traum schnell zum Albtraum werden.

Der wichtigste Schritt zum American Dream

Insbesondere wer nach Amerika auswandern möchte, benötigt eine Greencard oder ein Visum, um überhaupt in den Genuss zu kommen, sich länger in diesem Land aufzuhalten. Um die heiß begehrte Greencard zu erhalten, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Wer eine Greencard erhalten möchte, muss diese natürlich beantragen. Dabei hat man eine gute Chance über eine hoch qualifizierte Arbeitsstelle oder auch über eine Familienzusammenführung dieses begehrte Aufenthaltsvisum zu erhalten. Weiterhin besteht die Möglichkeit eine hohe Investition mit diversen Auflagen zu tätigen oder man nimmt an der Verlosung der Greencard Lotterie teil. Dabei werden jährlich 55.000 Greencards verlost. Dies ist der wichtigste Schritt, um sich den American Dream erfüllen zu können.

Was beim Auswandern noch zu beachten ist

Wer Kinder im Schulalter hat, muss sich diesen Schritt gut überlegen. Es bringt nämlich nichts, die Kinder zu zwingen. Das haben schon viele versucht und selten ist es gut ausgegangen. Das beste Alter, um Kinder von seinem Vorhaben zu überzeugen, ist das Grundschulalter. Das Teenageralter ist hier schon deutlich schwieriger, da die Jugendliche ihre Freunde haben und von der Idee selten überzeugt sind. Dies hat alleine schon damit zu tun, dass sie grundsätzlich das Gegenteil von dem wollen, was die Eltern gerne möchten.

Problematisch wird es jedoch, wenn die Kids sich so gar nicht auf das Abenteuer freuen, egal, wie schmackhaft es ihnen macht. Leider sind daran schon viele gescheitert, was heißt, dass sie nach wenigen Jahren wieder zurück nach Deutschland gezogen sind, da die Kinder zum einen sehr unglücklich waren und zum anderen sich die ganze Familie daran aufgerieben hat. Daher ist es sehr wichtig, dass die Kids und Jugendlichen mitziehen, wenn man den American Dream leben möchte.

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Eine gute Möglichkeit ist es natürlich, einen längeren Urlaub an der Westküste, oder wo immer man hinziehen möchte, zu machen. So kann man sich alles in Ruhe anschauen, sich gegebenenfalls schon die ersten Wohnungen oder Häuser anschauen und sich ein Bild über den Ort machen. Weiterhin ist es gut schon erste Kontakte zu knöpfen und auch den Kindern dabei zu helfen, dass sie sich dort wohlfühlen. Läuft dies alles reibungslos, steht dem Auswandern in die USA nichts mehr im Wege, wenn man die Greencard erhalten hat.

Wie eine Arbeitsstelle in den USA bekommen?

Grundvoraussetzung hierfür ist natürlich, dass man perfekt Englisch spricht. Nur so kann man in der Arbeitswelt bestehen. Um einen Job in den USA zu bekommen, gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten der Suche. Insbesondere das Internet bieten eine große Anzahl an Jobportalen, bei denen auch nach Arbeitsstellen in den USA gesucht werden kann. Auch die einzelnen Unternehmen bieten auf Ihren Webseiten Jobs an, wie beispielsweise Siemens. Weiterhin kann die Arbeitsagentur bei der Suche behilflich sein und Jobs in den USA anbieten.

Zudem besteht auch die Möglichkeit, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Hier gilt es aber einiges zu beachten, da auch hier die Rechtsform besonders wichtig ist. Um sich in den USA selbstständig zu machen, sollte man sich auf alle Fälle Unterstützung holen, damit auch alle Schritte zur Unternehmensgründung eingehalten werden und am Ende alles richtig ist.

Die Auswahl der Schulen in Amerika

Auch hier gibt es mehrere Möglichkeiten. Die Kinder können entweder eine Deutsche Schule besuchen, in denen sie Unterricht in Deutsch und Englisch haben oder sie gehen auf eine staatliche amerikanische Schule. Während man bei Deutschen Schulen oftmals tief in die Tasche greifen muss, sind die staatlichen Schulen kostenfrei. In diesen werden in der Regel auch Schulbücher gestellt.

Viele der Auswanderer haben die Erfahrung gemacht, dass Schüler, die auf eine staatliche Schule gehen, deutlich schneller die neue Sprache erlernen, weshalb man dies gut abwägen sollte. Zudem hat es auch den Vorteil, dass sie gleich amerikanische Freunde finden und nicht nur mit deutschen Kindern zusammen sind.

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Natürlich ist dies ganz individuell zu entscheiden, da jedes Kind anders ist. Einige Kinder finden sich in den staatlichen Schulen besser zurecht, andere in der Deutschen Schule, da hier die Sprache eben sehr vertraut ist. Am besten man schaut sich zusammen mit den Kindern die Schule an und entscheidet dann gemeinsam, welche Schule es am Ende werden soll.

Wichtig zu wissen ist aber auch, wie das Schulsystem funktioniert. Ein Highschool Abschluss ist besonders wichtig, um später einen guten Beruf erlernen zu können. Noch besser ist es natürlich, eine Universität zu besuchen und zu studieren. Zudem gibt es bereits in der weiterführenden Schule Unterschiede. Während die Middle High School die Arbeit im Team und die Förderung der sozialen Kompetenz im Mittelpunkt steht, ist die Junior High School schon stark leistungsorientiert und hier wird ein verstärktes Augenmerk auf die akademische Ausbildung gelegt.

Aber so hat jeder Schule ihre Regeln, Bestimmungen und auch Leistungsunterschiede, die man sich vorher genau anschauen sollte, damit man sicher sein kann, dass die Kinder auf die richtige Schule gehen, die für sie optimal ist.

Bei einer Auswanderung sind immer sehr viele Dinge zu beachten. Daher sollte man sich schon vorher genau informieren und sich lieber länger Zeit lassen, damit auch alles so ist, wie es sein soll. Natürlich werden immer Zwischenfälle passieren, die sich einfach nicht vermeiden lassen. Wer aber blauäugig und zu schnell die Auswanderung in Angriff nimmt, wird am Ende das Nachsehen haben und sich eingestehen müssen, dass er sich nicht richtig informiert hat.


Gastautorin: Lisa Arndt

Lisa war schon in jungen Jahren mit ihren Eltern auf dem amerikanischen Kontinent – seit dem sie alleine reist, ist die Liebe noch gewachsen. Neben den schillernden Städten ist es vor allem die Landschaft, die zum Campen und genießen perfekt ist. 4 Wochen Roadtrip mit Zelt, sollte jeder mal gemacht haben.

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